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Produktdaten neu gedacht: JBL baut digitales Fundament für SAP S/4HANA

Mit SDZeCOM entsteht eine zentrale Produktdatenplattform für globale Kommunikation und KI‑fähige Services
„SDZeCOM hat uns geholfen, Produktdaten von einem technischen Nebenthema zu einem strategischen Asset zu entwickeln. Heute profitieren wir von automatisierter Datenqualität, standardisierten Übersetzungen und einer modernen API-Architektur – und genau diese Basis ermöglicht es uns, unsere digitale Wachstumsstrategie konsequent weiterzuverfolgen.“
Daniel Pandolfi | Master Data Manager | JBL GmbH & Co. KG
Über JBL GmbH & Co. KG
Die JBL GmbH & Co. KG ist ein international agierender Hersteller von Produkten für Aquaristik, Terraristik und Gartenteich.
Das Unternehmen bedient sowohl Endkunden (B2C) als auch Fachhandel, E‑Commerce‑Plattformen und internationale Vertriebspartner. Mit mehreren tausend Produkten, umfangreichen Sicherheits- und Gebrauchsdokumenten sowie einer stark wachsenden digitalen Präsenz steht JBL vor der Herausforderung, Produktinformationen konsistent, mehrsprachig und kanalübergreifend bereitzustellen – von Webshop und Website über CRM bis hin zu internationalen Partnern.

Ausgangssituation: Gewachsene Systemlandschaft und fragmentierte Produktdaten
JBL zeichnet sich durch eine außergewöhnlich breite und heterogene Produktstruktur aus: Das Sortiment reicht vom Fischfutter über Dünger und Wasseraufbereiter bis hin zu technischen Produkten wie Filtern, Reinigungsgeräten und Ersatzteilen. Hinzu kommen digitale Produkte wie die Wassertests, die eine Wasseranalyse und Diagnose direkt per Smartphone ermöglichen.
Diese Vielfalt bedeutet gleichzeitig eine hohe regulatorische Komplexität. Je nach Produkttyp greifen unterschiedliche gesetzliche Anforderungen, von der Düngemittelverordnung über die Batterieverordnung bis hin zu den jeweiligen Kennzeichnungspflichten. Jeder Produkttyp bringt damit sein eigenes Set an Pflichtattributen mit, das zuverlässig gepflegt und ausgespielt werden muss.
- Über 15 Jahre historisch gewachsene Systemlandschaft mit unterschiedlichen Tools und Datenquellen
- Dezentrale Datenhaltung ohne durchgängigen Single Point of Truth für Produktinformationen
- Redundante und teilweise widersprüchliche Datenbestände
- Fehlende oder unzureichend strukturierte Inhalte für digitale Kanäle (Web, Shop, SEO)
- Weiterentwicklungsbedarf bei Datenstrukturen für digitale Kanäle, Suchmaschinenoptimierung und Barrierefreiheit
- Steigende Anforderungen an internationale Produktkommunikation (Mehrsprachigkeit, unterschiedliche Märkte)
- Bedarf an einer auditierbaren, zentralen und zukunftsfähigen Datenbasis im Zuge der SAP S/4HANA Cloud Migration
Historisch gewachsene Prozesse und unterschiedliche Ablagestrukturen erschwerten eine konsistente, kanalübergreifende Bereitstellung. Die neue Plattform schafft hierfür eine belastbare und nachvollziehbare Grundlage.
Projektziel: Digitale Transformation mit SAP S/4HANA und zentraler Produktdatenplattform
Im Rahmen der SAP S/4HANA‑Transformation entschied sich JBL, die komplette Produktdatenbasis neu zu denken und aufzubauen. Ziel war eine zentrale Produktdatenplattform, die als Single Point of Truth für alle Produktinformationen dient und gleichzeitig als Fundament für Omnichannel, KI und internationale Kommunikation fungiert.

Mehrere tausend Produkte sollten in ein konsistentes Datenmodell überführt werden. Produktbezogene Attribute, Preise, Texte, Bilder, Dokumente und Übersetzungen sollten zentral und für unterschiedliche Kanäle skalierbar nutzbar sein. Ein wesentliches Ziel war eine zukunftsfähige Architektur, in der zentrale Systeme integriert zusammenarbeiten und Produktdaten als strategische Ressource genutzt werden.
Umsetzung mit SDZeCOM: Architektur, PIM-Einführung und Datenmigration
- Beratung & Zielarchitektur: Konzeption einer integrierten Produktdaten- und Systemarchitektur im Kontext der SAP S/4HANA Cloud Migration
- Einführung von Centric PXM (ehem. Contentserv) als führendes PIM-System und zentrale Produktdatenplattform
- Datenmodellierung & Governance:
- Aufbau eines strukturierten Produktdatenmodells mit produktbezogenen Attributen
- Einführung klarer Verantwortlichkeiten, Berechtigungskonzepte und standardisierter Prozesse
- Datenmigration & Konsolidierung:
- Umfangreiche Bereinigung und Konsolidierung der Produktdaten
- Konsolidierung und zukunftsfähige Strukturierung von Preislistendaten
- Aufbau eines skalierbaren Golden Records für Produkte
- Einführung von priint:comet zur automatisierten Erstellung von Preislisten
- Realisierung kundenspezifischer Kataloge auf Basis der zentral gepflegten Produktdaten
- Integration & API-Landschaft:
- Integration relevanter SAP-Datenströme zur automatisierten Synchronisation von Produktinformationen
- Umsetzung auf Basis moderner, standardisierter Integrationsschnittstellen
- Integration der relevanten Unternehmenssysteme über eine leistungsfähige Schnittstellenarchitektur
- Automatisierung & Qualitätssicherung:
- Implementierung durchgängiger automatisierter Workflows
- Umfangreiche Automatisierungsmechanismen zur nachhaltigen Sicherung der Datenqualität
- Etablierung eines transparenten Monitorings für eine auditierbare Produktdatenlandschaft
Die Integrationsarchitektur wurde skalierbar umgesetzt. JBL und SDZeCOM überführten die bestehenden Daten gemeinsam in ein konsistentes Datenmodell mit zentralem Golden Record.
Durchgängige Pflegeprozesse, produkttyp- und abteilungsspezifische Pflichtattribute sowie transparente Aufgabenstrukturen unterstützen die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen. Für die automatisierte Erstellung von Preislisten wurde priint:comet eingeführt. Darüber hinaus lassen sich auf Basis der zentral gepflegten Produktdaten kundenspezifische Kataloge erstellen und zielgruppengerecht ausgeben.
Nutzen für JBL und zentrale KPIs der Transformation
Die neue Produktdatenplattform führte umfangreiche Produkt-, Medien-, Dokumenten- und Übersetzungsbestände in einer zukunftsfähigen Datenstruktur zusammen. Preislisten und kundenspezifische Kataloge können heute effizienter und konsistenter erstellt werden.
Ein wesentlicher Nutzen liegt in der medienneutralen, skalierbaren Produktkommunikation. Bilder, Gebrauchsanleitungen, Sicherheitsdokumente und Übersetzungen stehen strukturiert für verschiedene Kanäle und Märkte zur Verfügung.

Der zentrale Golden Record, automatisierte Qualitätsmechanismen sowie klare Rollen und Workflows schaffen eine auditierbare Datenbasis. Die beteiligten Fachbereiche arbeiten effizienter mit geprüften Produktinformationen.
Auch Verpackungs- und Registrierungsdaten sind zentral in den Produktdaten hinterlegt. Die erforderlichen Parameter für unterschiedliche Verpackungsgrößen, von der Palette bis zum Einzelprodukt, lassen sich auf Knopfdruck exportieren und nach Ergänzung der Abverkaufszahlen an Entsorger in Deutschland, Frankreich und Österreich weiterleiten. Weitere Länder und Entsorger können unkompliziert ergänzt werden.
Die strukturierte Datenbasis unterstützt zudem Registrierungen und Mengenmeldungen, etwa nach dem ElektroG sowie im Rahmen der Batterieverordnung. Dadurch müssen die erforderlichen Informationen nicht für jede regulatorische Anforderung und jedes Land erneut aus verschiedenen Quellen zusammengetragen werden.
Besondere Herausforderungen und Lessons Learned
- Migration historisch gewachsener Produktdaten mit unterschiedlichen Strukturen
- Parallel laufende SAP S/4HANA Cloud Transformation, die eine enge Verzahnung von ERP und PIM erforderlich machte
- Umfassende Neustrukturierung des Produktportfolios einschließlich Datenqualität, Übersetzungen und Assets
- Berücksichtigung umfangreicher regulatorischer Anforderungen (GHS, SDB, LCID) in einem auditierbaren Datenmodell
- Umsetzung einer internationalen, mehrsprachigen Produktkommunikation mit hohen Qualitäts- und SEO-Anforderungen
- Aufbau einer leistungsfähigen, erweiterbaren Integrationsarchitektur
- Erkenntnis: Eine erfolgreiche digitale Transformation benötigt nicht nur Technologie, sondern klare Governance, Rollen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen, IT und externem Implementierungspartner
Ein zentrales Learning war, dass nachhaltige Datenqualität klare fachliche Regeln, Verantwortlichkeiten und die frühe Beteiligung der Fachbereiche erfordert.
„Gemeinsam mit SDZeCOM haben wir nicht einfach ein neues PIM eingeführt. Wir haben die Grundlage unserer digitalen Wertschöpfung neu aufgebaut. Die Migration von über 15 Jahren gewachsener Produktdaten, die Integration von SAP S/4HANA, der Aufbau eines zentralen Golden Records und die Anbindung unserer digitalen Plattformen waren nur durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Heute verfügen wir über eine skalierbare, auditierbare und zukunftsfähige Produktdatenlandschaft als Fundament für Webshop, internationale Kommunikation und KI-gestützte Anwendungen wie CORY.“
Daniel Pandolfi | Master Data Manager | JBL GmbH & Co. KG
Fazit
In diesem Projekt hat sich einmal mehr gezeigt, was bei allen Vorhaben rund um Produktdaten und KI immer wieder zum Thema wird: Gut gepflegte Produktdaten und Mechanismen, die diese Qualität dauerhaft sicherstellen, sind die Basis dafür, mit Produktdaten und KI überhaupt sinnvoll arbeiten und exzellente Ergebnisse erzielen zu können. Ohne saubere Datenbasis bleibt jede KI-Anwendung Stückwerk – mit ihr wird sie zum echten Hebel.
Bei JBL wurde im Zuge der SAP-S/4HANA-Transformation nicht nur ein neues PIM-System eingeführt, sondern die Produktdatenbasis strategisch neu aufgebaut. Gemeinsam mit SDZeCOM entstand eine skalierbare, auditierbare und international nutzbare Produktdatenlandschaft.
Durch die konsequente Zentralisierung und Professionalisierung dieser Daten kann JBL schneller auf Marktanforderungen reagieren, neue digitale Geschäftsmodelle testen und KI-basierte Services zuverlässig mit Informationen versorgen. Die Produktdatenplattform wird damit zum strategischen Rückgrat der digitalen Entwicklung des Unternehmens.
Noch mehr zu erfahren gibt es hier:
