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Wertschätzung im Projektalltag

Neue Partnerschaft: SDZeCOM und Retresco

Softwareeinführungen ziehen einen Veränderungsprozess mit sich und in genau diesem dynamischen Umfeld wird ein Faktor oft unterschätzt, der jedoch entscheidend für den Projekterfolg ist: Wertschätzung.

Wertschätzung im Team – ein Schlüssel für gemeinsamen Erfolg

Agile Softwareeinführungen sind Teamarbeit. Neue Systeme verändern Abläufe, fordern neue Kompetenzen und stellen gewohnte Sicherheiten infrage. In dieser Dynamik entscheidet nicht allein die Qualität der Software über den Erfolg, sondern vor allem die Qualität der Zusammenarbeit im Team. Ein zentraler Faktor dabei ist Wertschätzung. Sie beeinflusst, wie offen kommuniziert wird, wie konstruktiv mit Fehlern umgegangen wird und wie motiviert Menschen Verantwortung übernehmen. Wertschätzung ist damit kein „Soft Skill am Rande“, sondern ein stabilisierendes Fundament im Projektalltag.

Agilität beginnt im Miteinander

Agiles Arbeiten lebt von Offenheit, Vertrauen und kontinuierlichem Lernen. All das kann aber nur entstehen, wenn Menschen sich wohl fühlen und ernst genommen fühlen. Wertschätzung ist damit keine zusätzliche Maßnahme, sondern eine grundlegende Voraussetzung für funktionierende agile Teams – insbesondere in Veränderungsprojekten wie Softwareeinführungen.

Wer sollte wertschätzend sein? Die kurze Antwort ist alle Beteiligten.
Die differenzierte Antwort: jede Rolle auf ihre Weise.

Teammitglieder untereinander

Agile Softwareeinführungen funktionieren nur, wenn Teams sich gegenseitig unterstützen und ihr Wissen teilen. 

Wertschätzung zeigt sich hier zum Beispiel durch:

  • Umgang mit unterschiedlichen Wissensständen: Jeder startet an einem unterschiedlichen Punkt
  • Wissen teilen: ein Projekt lebt davon, dass Wissensträger ihr Wissen teilen. Wer nicht teilt oder Wissen zurückhält, blockiert Erfolg und Fortschritt 
  • Anerkennung von Beiträgen, auch wenn sie „unsichtbar“ sind: sichtbar machen, wenn andere supporten
  • aktives Zuhören in Meetings und Retrospektiven: Rückfragen stellen, hilft, den Standpunkt von anderen besser zu verstehen
  • Aktivität und Passivität nicht bewerten: Menschen kommunizieren unterschiedlich, was nicht heißt, dass Teammitglieder, die weniger sagen, weniger aktiv sind

Gerade in interdisziplinären Teams ist es entscheidend, die Perspektiven der anderen als Bereicherung und nicht als Hindernis zu sehen.

Product- und Projektverantwortliche

Personen mit fachlicher oder organisatorischer Verantwortung prägen häufig den Ton im Team. Wertschätzung äußert sich hier durch:

  • Klare und transparente Prioritäten
  • Ernsthaftes Aufnehmen von Feedback aus dem Team
  • Realistische Erwartungen an Lieferfähigkeit und Lernkurven
  • Schutz des Teams vor unnötigem Druck

Wer Verantwortung trägt, sollte nicht nur Ergebnisse bewerten, sondern auch den Weg dorthin anerkennen.

Führungskräfte und Stakeholder

Auch wenn sie nicht täglich im Team arbeiten, beeinflussen Führungskräfte und Stakeholder die Teamkultur erheblich. Wertschätzung zeigt sich hier unter anderem durch:

  • Vertrauen in die Selbstorganisation des Teams
  • Akzeptanz von iterativem Vorgehen statt perfekter Planung
  • Anerkennung von Fortschritten, nicht nur von Endergebnissen
  • Offenheit für Rückmeldungen aus der operativen Arbeit

Ein wertschätzender Umgang von außen stärkt die Motivation und das Verantwortungsgefühl im Team.

Im Teamkontext wird Wertschätzung besonders wirksam, wenn sie konkret und regelmäßig gelebt wird:

  • in Reviews durch echtes Interesse an Ergebnissen
  • in Retrospektiven durch einen sicheren Raum für offene Worte
  • im Alltag durch kurze Rückmeldungen, Dank oder Unterstützung
  • durch eine Kultur, in der Lernen wichtiger ist als Schuldzuweisung

Fazit: Wertschätzung ist Teamarbeit

Wertschätzung in agilen Softwareeinführungen ist keine Einbahnstraße und keine reine Führungsaufgabe. Sie entsteht im Zusammenspiel aller Beteiligten. Teams, die sich gegenseitig unterstützen, Verantwortung teilen und offen miteinander umgehen, sind deutlich besser in der Lage, mit Unsicherheit und Veränderung umzugehen. Agil erfolgreich zu sein heißt daher auch: gemeinsam wertschätzend zu handeln – jeden Tag.

Autor

Christina Hatziliadou
SDZeCOM GmbH & Co. KG – Business Consultant MDM

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