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Lohmann

Lohmann schafft mit SDZeCOM ein Fundament für konsistente, globale Produktkommunikation
„SDZeCOM hat uns nicht nur bei der technischen Implementierung unterstützt, sondern das Projekt von Beginn an inhaltlich und strukturell mitgedacht. Die Kombination aus tiefem PIM-Know-how, Prozessverständnis und pragmatischer Umsetzungskompetenz war entscheidend, um unsere Anforderungen in eine tragfähige, skalierbare Systemlösung zu überführen.“
Marion Rings | Head of Project Management Office BU Technical Product | Lohmann GmbH & Co. KG.
Technologische Spitzenleistung braucht exzellente Produktinformation
Die Lohmann Bonding Engineers stehen weltweit für hochwertige, technisch anspruchsvolle und intelligente Klebelösungen in den unterschiedlichsten Branchen. Das Produktportfolio reicht von industriellen Klebebändern bis zu integrierten intelligenten Produkten, von einzelnen Fertigungskomponenten bis zur umfassenden Prozessintegration.
Die komplexen Produkte sind erklärungsbedürftig, die Anwendungen vielfältig und die Kundenanforderungen hoch. Entsprechend kritisch ist die Rolle technischer Produktinformationen: Sie sind Entscheidungsgrundlage, Vertrauensanker und Verkaufsargument zugleich. Daher braucht es Produktinformationen, die klar, verständlich und professionell sind – weltweit und über alle Märkte hinweg.

Doch historisch gewachsene Datenblätter mit unterschiedlichen Layouts, Textstilen und Strukturen erschwerten das. Genau hier setzte das Projekt TripleP an – mit dem Anspruch, Produktinformation neu zu denken und auf ein zukunftsfähiges Fundament zu stellen.
Die Ausgangslage: Hoher manueller Aufwand, gewachsene Strukturen, begrenzte Skalierbarkeit
Über Jahre hinweg waren Datenblätter bei Lohmann organisch gewachsen. Unterschiedliche Anforderungen, individuelle Arbeitsweisen und neue Märkte führten zu einer Vielzahl an Varianten – mit spürbaren Nachteilen im Tagesgeschäft.
Die Situation vor Projektstart:
- Rund 10 verschiedene Word-Templates sowie zusätzliche Sonderlayouts
- Manuelle Erstellung mit individueller Gestaltung
- Hohe Gefahr von Layout- und Inhaltsfehlern
- Keine einheitliche Struktur oder kundenorientierte Reihenfolge
- Kaum Visualisierungen, überwiegend textlastige Inhalte
- Werte ausschließlich in metrischen Einheiten
- Texte abhängig vom jeweiligen Autor, ohne Harmonisierung
Das Ergebnis: hoher Pflegeaufwand, begrenzte Wiederverwendbarkeit von Inhalten und eine Produktpräsentation, die dem technologischen Anspruch des Unternehmens nicht mehr gerecht wurde.
Produktinformationen neu denken – modular, konsistent und automatisiert
TripleP hatte von Beginn an einen klaren Anspruch: Technische Datenblätter sollten nicht nur besser aussehen, sondern systemisch besser funktionieren. Im Mittelpunkt stand die Vision eines „Best-in-Class“-Datenblatts, das kundenrelevant, klar verständlich sowie modular aufgebaut und flexibel kombinierbar ist. Außerdem sollte es automatisiert generiert und CI-konform in konsistenter Qualität über alle Produkte hinweg ausgegeben werden.
Kurz gesagt: Weg von individuellen Einzelstücken und hin zu einer skalierbaren, belastbaren Produktinformationsarchitektur.
Der Projektansatz: Vom Benchmark zur Systemlösung
Um diese Vision zu erreichen, wurde TripleP ganzheitlich aufgesetzt – strategisch, inhaltlich und technisch. Der Systemimplementierer SDZeCOM begleitete das Projekt von der konzeptionellen Phase über die Systemarchitektur bis hin zur technischen Implementierung. In enger Zusammenarbeit mit Lohmann wurden die Anforderungen an Struktur, Workflows und Schnittstellen übersetzt und in die belastbare und skalierbare PIM-Lösung von Centric PXM überführt.
Der Weg dorthin umfasste:
- Internationale Benchmark-Analysen von 25 ausgewählten Datenblättern
- Best-Practice-Vergleiche Modul für Modul
- Experten-Workshops zu Features, Anwendungen und Prüfdaten
- Intensiven internen und externen Erfahrungsaustausch
- Eine unternehmensweite Umfrage mit 179 Teilnehmenden
- 95 % Rücklaufquote
- 89 % bewerten technische Datenblätter als geschäftskritisch
Auf dieser Basis wurden Layout, Inhalte und Struktur konsequent an den tatsächlichen Kundenanforderungen ausgerichtet, statt an historisch gewachsenen Mustern.
Die Systemarchitektur: Ein Backbone für konsistente Produktdaten
Im Zentrum des Projekts steht eine klar definierte Systemarchitektur, die als stabiler Backbone für konsistente und verlässliche Produktdaten dient. Herzstück dieser Architektur ist das PIM-System von Centric PXM, das als „Single Point of Truth“ für sämtliche Produktstammdaten fungiert. Ergänzt wird es durch die Measurement Solution, in dem verifizierte Prüfdaten erfasst und verwaltet werden. Über standardisierte Schnittstellen ist das System zudem über Lobster (Integrationsplattform), an SAP und Uncountable (LIMS Labor-Informations- und Management-System) angebunden.
Klare, durchgängige Workflows stellen sicher, dass alle Inhalte strukturiert geprüft, freigegeben und veröffentlicht werden. Ein halb-automatisches Übersetzungsmanagement sorgt darüber hinaus dafür, dass alle Inhalte konsistent in der definierten Lohmann-Terminologie vorliegen.

Sämtliche Texte, Tabellen, Grafiken und Werte werden somit systemisch erfasst, validiert und nach einer einheitlichen Logik ausgegeben.
Außerdem wurde das bestehende DAM-System durch das Centric PXM DAM-System abgelöst, da es einen höheren Mehrwert bietet. Gleichzeitig fand die Einführung der Centric PXM OpenSearch statt, die für die generierten Datenblätter eine Suchmöglichkeit für alle Mitarbeiter bietet. Zusätzlich können die Mitarbeiter, durch die Integration des DAM, auf der gleichen Oberfläche auch nach Assets suchen.
Strukturierte Datenmigration und modernes Produktdatenblatt
Die Umsetzung des Projekts war geprägt von einem klaren Qualitätsanspruch. Statt bestehende Inhalte ungefiltert zu migrieren, wurde eine neue Struktur für Daten und Metadaten entwickelt und alle vorhandenen Informationen systematisch überprüft, bereinigt und standardisiert. Fehlerhafte, veraltete, unvollständige oder rechtlich kritische Inhalte wurden konsequent ausgeschlossen. Physische Datenquellen wurden zusammengeführt, Assets manuell verschlagwortet und in das neue System überführt. So entstand eine belastbare und zukunftssichere Datenbasis mit über 7.300 qualitätsgesicherten Assets.
Auf dieser Grundlage wurden die technischen Datenblätter grundlegend neu konzipiert und heben sich deutlich von der bisherigen Version ab. Sie folgen einem konsistenten, modularen Aufbau und ermöglichen eine klare, kundenorientierte Darstellung der Produktinformationen.
Zentrale Verbesserungen:
- Einheitliches Layout im neuen Corporate Design
- Modularer Aufbau für alle Anwendungsfälle
- Kundenlogische Struktur und Priorisierung der Inhalte
- Systemisch gefüllte Templates für konsistente Darstellung
- Visualisierungen und klare Tabellen
- Werte in metrischen und anglo-amerikanischen Einheiten
- Harmonisierte Texte auf Basis definierter Wertelisten
Das Ergebnis ist eine professionelle, übersichtliche und international verständliche Produktpräsentation.
Effizienz, Qualität und Wettbewerbsvorteile
TripleP ist weit mehr als ein reines Systemprojekt – es ist ein strategischer Hebel, der messbar zur Erreichung zentraler Unternehmensziele beiträgt. Durch die deutlich schnellere Erstellung technischer Dokumente, die massive Reduktion von Fehlern infolge automatisierter Prozesse sowie den hohen Zeitgewinn bei Layout- und Massenänderungen wird die Effizienz nachhaltig gesteigert.

Gleichzeitig sorgt die durchgängige Standardisierung für eine einheitlich hohe Qualität über das gesamte Produktportfolio hinweg und schafft für Kunden eine verlässliche, fundierte Entscheidungsgrundlage.
Für Lohmann resultiert daraus eine stärkere Marktposition, eine höhere Projekthitrate und eine Produktkommunikation, die der eigenen technologischen Leistungsfähigkeit konsequent gerecht wird.
Fazit: Ein starkes Fundament für die Zukunft der Produktkommunikation
TripleP ist weit mehr als die Neugestaltung eines technischen Datenblatts. Das Projekt schafft eine skalierbare Plattform für die zukünftige Produktkommunikation von Lohmann. Mit zentralem Zugriff auf Produktinformationen, einer neuen Mediendatenbank als Single Source of Truth und einheitlicher Datenbereitstellung für digitale Touchpoints entstehen neue Möglichkeiten – von Online-Katalogen bis hin zur nahtlosen Integration in Websites und externe Kanäle. Die hohe Akzeptanz seit dem Release im Juli 2025 unterstreicht den nachhaltigen Mehrwert der Lösung.
Gleichzeitig markiert TripleP den strategischen Wandel von gewachsenen Einzellösungen hin zu einer integrierten, zukunftssicheren Produktinformationsstrategie. Kundenfokus, klare Systematik, ein hoher Automatisierungsgrad und konsequente Markenqualität greifen ineinander. Das Ergebnis ist nicht nur bessere Datenblätter, sondern ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil – und ein belastbares Fundament für alle weiteren digitalen Produktinformationen von Lohmann.
„TripleP ist ein strategischer Meilenstein für Lohmann. Das Projekt schafft ein belastbares Fundament für unsere zukünftige Produktkommunikation und ermöglicht es uns, Produktinformationen effizient, global konsistent und kundenorientiert bereitzustellen – über alle Märkte, Anwendungen und Kanäle hinweg.“, Marion Rings, Head of Project Management Office BU Technical Products bei Lohmann GmbH & Co. KG.
Mehr zum Projekt gibt es im Projektsteckbrief und in der Pressemeldung zu erfahren.

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